Motivation und Ziele

Printer-friendly versionSend by emailPDF version

Die Motivation zur Gründung des edacentrum im Jahr 2001 ergab sich aus zwei Erkenntnissen:

  • Mikroelektronik und die Fähigkeit, komplexe mikroelektronische Schaltungen zu entwerfen, sind essenziell für Deutschlands Leistungsfähigkeit und Exporterfolge. Denn die Mikroelektronik ist die zentrale Schlüsseltechnologie in nahezu allen Branchen, von der Automobilindustrie und dem Maschinenbau bis hin zu den „smarten“ informations- und kommunikationstechnischen Anwendungen und Diensten.
  • Chip-Entwurfsteams haben aufgrund immer kürzer werdender Produktionszyklen nur wenige Monate Zeit, Chips mit einer ständig zunehmenden Integrationsdichte zu entwerfen.

Angesichts des rasanten Innovationstempos und der wachsenden Komplexität in der Halbleitertechnologie gilt es die Automatisierung des Entwurfs (Electronic Design Automation, EDA) weiter voranzutreiben. Hier liegt der Schlüssel zur Mikroelektronik und damit zu den Systemen der Zukunft.

Keine Firma wird allerdings in der Lage sein, die erforderlichen Methoden und Werkzeuge alleine zu entwickeln. Die Sicherung der Entwurfsfähigkeit erfordert eine konzertierte Aktion von Halbleiter- und Systemhäusern, von Universitäten, Forschungseinrichtungen und EDA-Firmen.

Mit der Gründung des Vereins edacentrum hat die deutsche Industrie, unterstützt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), einen entscheidenden Schritt getan, dem Thema EDA in Gesellschaft, Politik und Industrie den ihm gebührenden Platz einzuräumen.

Ausgehend von dieser Situation verfolgt das edacentrum folgende Ziele:

  • Sicherung und Ausbau von Deutschlands führender Stellung auf vielen industriell relevanten Gebieten. Beispiele sind die Automobilindustrie, die industrielle Automation oder die Medizintechnik.
  • Verbesserung der Fähigkeit der deutschen Industrie, Ideen in Produkte mit nennenswertem Elektronik-Anteil umzusetzen.
    Bündelung der EDA-Forschungskapazitäten in Deutschland.
  • Wahrung von Kontinuität und koordiniertem Vorgehen im Vorfeld von Forschungsprojekten.
  • Stärkung der EDA-Forschung durch Unterstützung der Zusammenarbeit sowie schnellerer und intensiverer Ergebnistransfer.
  • Bessere Kommunikation der eigenen EDA-Stärken und der Ergebnisse der EDA-F&E-Projekte, sowie des daraus resultierenden Nutzens der Forschungsförderung.
  • Unterstützung bei der Bewältigung der spezifischen EDA-Herausforderungen der deutschen Elektronik-Industrie.
  • Sensibilisierung von Management, Öffentlichkeit und Politik hinsichtlich der fachlichen und wirtschaftlichen Probleme und Folgen der "Entwurfslücke".