Innovationsbeschleunigung durch OEM Halbleiterstrategie

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Ulrich Abelein, AUDI AG 
Berthold Hellenthal, AUDI AG

Kurzfassung

Jede systematische und strukturierte Steigerung der Innovationsgeschwindigkeit, vom Halbleiter bis hin zur innovativen robusten Applikation im Großserienfahrzeug, ist ein nachhaltiger Wettbewerbsvorteil für alle an dieser Innovation Beteiligten. Eine Optimierung dieser Jahre dauernden Innovationsentwicklung kann Vorsprung schaffen und sichern – unabhängig von der sich durch die digitalen Medien immer schneller demokratisierenden Entdeckung von Basisinnovationen. Die bekannten Innovationswege „Technology Push“ und „Market Pull“ erweisen sich aufgrund des Investitionsbedarfs, der Investitions- und Abbruchrisiken sowie der Entwicklungsdauer bis zur Serienentscheidung als nicht mehr zeitgemäß.

Für eine Innovationsbeschleunigung, eine progressive Steigerung der Innovationsgeschwindigkeit, im Weiteren als Innovationsstaffellauf visualisiert, braucht es die gesamte Lieferkette mit den unterschiedlichen beteiligten Industrien, von der Mikroelektronik über verschiedene Zulieferer bis zum OEM. Als Quelle der Innovationen – Halbleiter sind an 80% aller Innovationen im Fahrzeug direkt oder indirekt beteiligt – ist die Mikroelektronik sicher der „Startläufer“ einer Innovationsstaffel und der OEM als Hersteller des Gesamtfahrzeuges der „Zielläufer“. Verschiedene Zulieferer als Mittelläufer müssen neben Schnelligkeit in ihrem Lauf auch noch den Staffelstab in den Wechselzonen annehmen und übergeben können.

Wie sind wir heute aufgestellt? Als klare Staffel, in der jeder seinen Vor- und Folgeläufer, den Staffelstab und die Wechselzonen kennt? Dergestalt synchronisiert, dass der Staffelstab bei höchster Geschwindigkeit der Beteiligten in der Wechselzone sicher übergeben wird?

Der Vortrag erläutert die aktuellen Innovationswege und führt in neue Organisationsformen und Prozesse ein. Einblicke in praktische Beispiele und Erfahrungen zeigen den Nutzen.

Curriculum Vitae

Ulrich Abelein Ulrich Abelein ist verantwortlich für Halbleiterqualität und -fehleranalyse in der Qualitätssicherung der AUDI AG sowie für das Halbleiterlabor der AUDI AG. Außerdem ist er Bereichsvertreter der Qualitätssicherung in der Audi Halbleiterstrategie, dem Progressive Semiconductor Program. Er studierte Mikroelektronik und Wirtschaftswissenschaften an der Technischen Universität München bzw. der Universität Hagen. Ab 2003 arbeitete er in der Gruppe von Prof. Eisele an der Universität der Bundeswehr München auf dem Gebiet der Realisierung neuartiger Komponenten mit Silizium-Technologien. 2008 übernahm er seine derzeitige Position bei der AUDI AG.

Berthold Hellenthal Berthold Hellenthal ist Diplom-Ingenieur und seit 2008 für die AUDI AG als Mitglied des Managements in der „Elektronik Entwicklung“. Er unterstützt Entwicklungsabteilungen der Technischen Entwicklung bereichsübergreifend bei der Hardwareentwicklung, insbesondere bei Halbleiterthemen, durch Reviews und Analysen. Bereichsübergreifend verantwortet er die Audi-Halbleiterstrategie, das Audi Progressive Semi-Conductor Program (PSCP).