Ekompass fördert Verbundprojekte der anwendungsorientierten industriellen Grundlagenforschung, deren Arbeiten Fortschritte in wissenschaftlicher, technischer und ökonomischer Hinsicht erbringen. Der zukünftige Schaltkreis-Entwurf muss einen durchgängigen Entwurf vom System zum Layout sichern (system on chip), sowie die neuen Anforderungen erfüllen, die aus den Sub-100nm-Technologien erwachsen.
Im Jahr 2010 werden fünf Milliarden Transistoren auf einem einzigen Chip integrierbar sein. Das Entwurfsteam wird angesichts ständig kürzer werdender Produktionszyklen nur wenige Monate Zeit haben, diese zu entwerfen. Daher wird die Automatisierung des Entwurfs (Electronic Design Automation, EDA) und die erhebliche Steigerung der Entwurfsproduktivität künftig der Schlüssel zur Mikroelektronik sein. Nicht nur geeignete EDA-Technologien und Tools für die Entwicklung derartiger Chips, sondern vor allem anders strukturierte Designprozesse werden erforderlich: ohne Designprozessänderungen würden die Kosten für den 5-Milliarden-Transistoren-Chip im Jahr 2010 bei 2,6 - 3,6 Milliarden Euro liegen.
Das BMBF hat das Projekt „Entwurfsplattformen für komplexe angewandte Systeme und Schaltungen“ (Ekompass) eingerichtet, um Deutschlands führende Rolle in diesem Bereich zu festigen. Ziel ist es, durch ein gemeinsames Vorgehen von Industrie, Forschung und öffentlicher Hand, in den für Deutschland (und für Europa) wichtigen Bereichen neue Entwurfsmethoden und ?verfahren zu entwickeln, um die Komplexität zukünftiger Chipsysteme qualitätsgerecht und effektiv beherrschen zu können. Dieses geschieht in enger Kooperation mit europäischen Partnern.
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